Erfahrungsbericht (14.2.2008): 

Testbericht Video Transfer von Pinnacle

Videos und Fernsehaufnahmen ohne PC aufzeichnen

Auf Festplatte, USB-Stick oder iPod speichern - ideal zum Digitalisieren analoger Videos

Videoaufnahmen vom Fernsehtuner ohne Computer auf Festplatte aufzeichnen oder Musikclips auf dem USB-Stick speichern – das alles ermöglicht ein kleines Kästchen namens Pinnacle Video Transfer. Es wird einfach an einen analogen Videoausgang angeschlossen, und schon kann man die Aufnahme starten. Ob Videorecorder oder DVD-Player, ob Videokamera, Settopbox, Fernseher oder Videospielkonsole – jedes Gerät kann angeschlossen werden, das ein analoges Videosignal liefert. Fürs Videosignal kann auch ein S-Video-Kabel verwendet werden. Die Bedienung ist kinderleicht.

Video Transfer: Nicht viel größer als eine Computermaus

Praktischer Test 
Die Aufgabe, die das Gerät in unserem Test erfüllen soll, sieht so aus: Aufnehmen einer Sendung vom digitalen Satellitenreceiver auf eine über USB angeschlossene externe Festplatte und einen iPod. Das Kabel für Video (Composite) und Stereoton ist schnell in die Cinch-Buchsen eingestöpselt, beim iPod wird das USB-Kabel verwendet. Nun nur noch das bzw. die Netzteile anschließen, fertig. Auf dem Kontrollmonitor läuft bereits die aufzunehmende Sendung.

Mit einem Druck auf den kreisförmigen Multifunktionsschalter beim Aufdruck MODE wird das Videokästchen eingeschaltet. Nachdem alle blauen LEDs bis auf eine erloschen sind, kann der Videotransfer beginnen. Ein Druck auf REC bewirkt das Aufleuchten von vier roten LEDs: die Aufnahme läuft. Kinderleicht!

Einstellmöglichkeiten 
Wer möchte, kann die Aufnahmequalität seinen Bedürfnissen bzw. dem Abspielgerät entsprechend zwischen GUT, BESSER und BESTE auswählen. Alles andere läuft automatisch. „Video Transfer“ erkennt von selbst, ob ein iPod, ein USB-Speicherstick oder eine USB-Festplatte angeschlossen ist. Die Geräte müssen laut Vorgabe mit FAT 16 bzw. 32 formatiert sein. Von der gewählten Bildqualität hängt natürlich die Aufnahmedauer ab. Die maximal zu erzielende Auflösung beträgt 720 x 576 Pixel in PAL Übertragungsrate liegt bei max. 1,5 MBit/s bei Video bzw. bei 192 kBit/s bei Audio (48 kHz). Auf einen Flash Stick mit 4 GB passen laut Hersteller immerhin drei Stunden Video in bester Qualität. Mit einem weiteren Druck auf REC wird die Aufnahme gestoppt.

Aufnahme abspielen 
Beim Abspielen der Datei am Computer offenbaren sich einige Überraschungen. Da Windows systembedingt nur maximal 4 GB große Dateien zulässt, werden längere Aufnahmen in Einzelstücke aufgeteilt – mit mehrsekündigen Pausen dazwischen. Bei der Aufnahme in bester Qualität auf Festplatte oder UB-Stick wird der Interlace-Modus gewählt, also die Aufnahme von Halbbildern, wie sie das Fernsehen ausstrahlt. Dieses Format eignet sich am besten für hochqualitativen Videoschnitt. Bei der Wiedergabe mit diversen Playern wie Quick Time oder Windows Media entstehen jedoch kammartige Strukturen. Diese lassen sich beim Abspielen über den kostenlosen VLC-Player vermeiden, wenn dieser entsprechend konfiguriert wurde. Soll eine Aufnahme später z.B. auf einen iPod übertragen, auf dem PC-Monitor angesehen oder in ein Videoportal wie YouTube eingestellt werden, sollte die Qualitätstufe gut oder besser gewählt werden.

Wo ist nun unsere Aufnahme geblieben? „Video Transfer“ hat automatisch einen Ordner Video angelegt und dort die durchnummerierten Dateien im MP4-Format (H.264) gespeichert. Beim iPod heißt das Verzeichnis iPod_Control\Music\F99.

Mit der kostenlos erhältlichen Software VideoSpin können Aufnahmen am PC nachbearbeitet werden. Download des gut 153 MB großen Programms, das nicht nur Basisfunktionen zum Wegschneiden von Werbung mitbringt, unter www.videospin.com. Damit lassen sich auch Videos mit Fotos und Musik anreichern, Titel und Übergänge hinzufügen und Clips nach YouTube übertragen. Auf der Homepage gibt es ein kleines Tutorial – nach Ändern der Spracheinstellung auch in Deutsch.

Fazit: Ein problemlos zu bedienendes Gerät zum Aufnehmen von Videos aus analogen Quellen, dessen Firmware (Betriebssoftware) sich übers Internet auf dem neuesten Stand halten lässt. Hängt die Hardware, lässt sich durch einfaches Herausziehen und Wiedereinstecken des Netzteils ein Reset durchführen. Die Bildqualität ist passabel, die (sichtbare) Kompression der Daten lässt sich aber nicht verleugnen. Nur bei Aufnahmen auf dem iPod gab es Probleme mit dem verrauschten Ton. Laut einem Sprecher von iPod sollen die Probleme durch eine neu aufgespielte Firmeware behoben sein, die sich unter www.pinnaclesys.com/support/ downloaden lässt.

Leichtes Drücken auf das Bedienfeld löst die gewünschte Funktion aus.
Die farbigen LEDs signalisieren den Betriebszustand.

Getestet: Pinnacle Video Transfer 
Aufnehmen von Videos aus analogen Quellen ohne Computer direkt auf USB-Speichermedien
Eingänge: Composite-Video: 1x Cinch (PAL-SECAM-NTSC) , S-Video: 1x Y/C (PAL-SECAM-NTSC) , Stereo-Audio: 2x Cinch
Einspielformat: H.264 (MPEG-4) USB-Ausgabe, geignet für Sony™ PSP® (Firmware Version 2.81 oder höher), Apple® iPod® Video, Nano und Classic (nur FAT32, Firmware Version 1.2.1 oder höher). iPod Touch und iPhone werden durch iTunes unterstützt
USB 2.0-Festplattenlaufwerk (nur FAT 16/32); Flash-Speicher-Stick (USB 2.0), (nur FAT 16/32), Videoqualität abhängig von der untertützten Datenrate
Lieferumfang: Hardware, deutsches Handbuch, Schnellanleitung, Scartadapter, Kabel (Composite Video, Stereo-Audio)
Preis: 129 Euro (1.2.2008)
Info: www.pinnaclesys.com 

 

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